II

  Historie
der Stadt Leba an der Ostsee in Pommern

In frühgeschichtlicher Zeit gab es im Mündungsbereich des Lebaflusses zwei kleine Fischersiedlungen, das kaschubische "Alt"-Leba in Nähe des Lebasee´s und das an der Ostsee liegende Lebemunde. "Alt"-Leba hatte 1286 schon eine eigene Kirche.
Lebemunde erhielt am 8. Juli 1357 Stadtrechte. Dem "ehrsamen Mann Hinrich Fleminck" wurde das Schultheißenamt übertragen. Der Pfarrer erhielt eine freie Hufe.

Der Name von Lebemunde (1357) wechselte im Laufe der ersten Jahrhunderte in Lebe, Lebemonde, Levemunde (um 1500), Leve (1514) und Lebamünde (1524). Den Namen Leba erhielt die Stadt mit dem Wiederaufbau an der heutigen Stelle, um 1570.
Johann Mamppe baute 1723 an der Hauptstraße das noch heute erhaltene
Fachwerk- und Rauchhaus
.

Die Bürgermeister von Leba

 

1357 Verleihung der Stadtrechte an Lebemunde durch den Deutschen Orden

1357 Hinrich Fleminck Schultheiß in Lebemunde
1373 Dietrich von Weiher Erbrichter
1389 Nikolaus von Weiher Erbvogt
1483 Martin Klinkebeil Bürgermeister in Lebamünde
1487 Lüdemann           "
1507 Philipp           "
1522 Hans Moler           "
1524 Martin Dobbes           "
1530 Gregor Hartmann           "
1533 Gregor Nesse           "
1539 Matz Lange           "
1542 Marten Setzke           "
1550 Matthias Setzke (oder Zetzke)           "
1568 - 1578 Martin Drewke
Jakob Hartmann
Kasper Bretzlaff
Bürgermeister
          "
          "

1570 Beginn des Neubaus der Stadt Leba an der heutigen Stelle

1579 - 1586 Martin Driffe (oder Drefke) Bürgermeister in Leba
1587 - 1623 Jerimias Setzke
Michael Setzke
Lorenz Zielke
          "
          "
          "
1624 Jürgen Zetzke           "
1624 -1629 Friedrich Bienwald           "
1630 - 1636 Marten Ellerholt           "
1642 Gregor Zulke           "
1653 - 1662 Moldenhauer           "
1663 Zielke           "
1684 - 1688 Georg Bunke           "
1688 Niklas Lars           "
1698 Wahl
Corssen
Bunke
          "
1713 Gottfried Laars           "
1786 Wilke           "
1810 Mampe           "
1821 Böhme           "
1822 Fleischer           "
1827 F. Milbrot           "
1845 Plath           "
1849 Sassenhagen            "
1868 - 1878 Eduard Woedtke           "
1878 - 1884 Friedrich Pardeyke           "
1884 - 1889 Gustav Leusch           "
1889 - 1898 Karl Haake           "
1898 - 1910 Paul Gaedtke           "
1911 Manohr als Bürgermeister gewählt, aber von dem Regierungsbezirk nicht bestätigt
1911 Paul Brinkmann kommissarischer Bürgermeister
1911 - 1915 Otto Scherler Bürgermeister in Leba,
wurde 1915 suspendiert
1916 - 1933 Ernst Horn Bürgermeister in Leba
1934 - 1937 Armin Zimmermann           "
wurde am 5. März 1937 entlassen
1937 - 1943 Paul Jeske
Bürgermeister in Leba,
wurde 1943 zur Wehrmacht eingezogen
1943 - 1945 Post Bürgermeister in Leba

10. März 1945 Einmarsch der sowjetischen Truppen

März - August
1945
Richard Knoop
Emil Wegener
Franz Klingbeil
von der sowjetischen Kommandantur als Bürgermeister eingesetzt
Mai 1945 Michał Gołębski Sekretär der polnischen Zivilverwaltung in Leba

August 1945 Ende der deutschen Kommunalverwaltung in Leba

 

 

 

Die Pfarrer in Leba

 

1286

Lodvigo (Loduigo)
rector ecclesie de Choscesic
Pfarrer in "Alt"-Leba (?)
1525 Zetzke erster lutherischer Prediger in Lebamünde
1558 Stephanus Tadde Pastor in Lebamünde
1571 Urban Zetzke  1. luth. Pastor letzter Pastor in Lebamünde, erster Pastor in Leba
1590 Gregorius Bunk Pastor in Leba
1636 Samuel Bunk           "
1652 - 1698 Andreas Neizelius (Neitzel)           "
1700 - 1717 Daniel Cose (Cosa?)           "
1718 - 1735 Georg Pomian Pesarorius           "
1737 - 1783 Gregorius Andreas Scheer
(Nachricht für meinen Nachfolger)
          "
1784 - 1831 Martin Georg Konstantin Magunna           "
1833 - 1837 Ernst Johann Haefner           "
1838 - 1850 Christian Bechthold           "
1851 - 1870 Heinrich Wilhelm Sietz

(Tagebuch)
          "
1871 - 1883 Hermann Christian Friedrich Stuht           "
1884 - 1914 Friedrich Wilhelm Louis Cyrus           "
1914 - 1930 Ernst Mahlendorf           "
1930 - 1937 Dr. Gerd Müller-Alpermann
    
          "
1937 - 1939 Heinrich Puttkammer Hilfsprediger
1939 - 1940 Kurt Scheunemann           "
1940 - 1941 Heinrich Lange
(wurde zum Kriegsdienst eingezogen)
Pastor in Leba
1941 - 1945 Trowitsch (in Vertretung)
Benkendorff
(in Vertretung)
Haak
(in Vertretung)
Pastor in Degendorf (Charbrow)
Pastor in Zackenzin
Pastor in Lauenburg
1945 - 1946 Superintendent Benicken
(nahm im August 1945 die letzte deutsche kirchliche Trauung
und am 14. April 1946 die letzte Konfirmation vor)
Flüchtlingspfarrer aus Königsberg-Land

Am 19. Mai 1946 wurde die deutsche evangelische Kirche von der polnischen katholischen Kirche in Leba übernommen.

 


Quelle:
Schulz: "Kreis Lauenburg/Pom.
Heimatkalender für den Kreis Lauenburg i. Pom., 1927; Seite 99 "Alt-Leba"
Willi Gillmann, Kiel; 1998: "Chronik der Stadt Leba"
"Bund der Lebaer": Bürgerbrief  Nr. 25 (1996); Nr. 30 (1998) [aus Lauenburger Heimatkalender 1928 -S.47-]
                                   Bürgerbrief  Nr. 7 (1992); Nr. 49 (2002); Nr. 57 (2004), Nr. 89 (2013)
ICHTYS Juli/Aug. 2005, Monatsschrift der Gemeinde der Himmelfahrt der Heiligen Jungfrau Maria zu Leba

Foto:  1; 2  mit freundlichen Genehmigungen von Frau Gundula Ruge, Hannover; Frau Jutta Petersen, Böklund
           3  Archiv Siegfried Greinke
 


Homepage:
www.Lawrenz.homepage.t-online.de


So erreichen Sie mich
:
E-Mail: Manfred-Lawrenz(ä)t-online.de
Bitte ersetzen Sie
(ä) durch @

  zurück  

Letzte Aktualisierung: Juni 2014